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Mitteilungen
(Verband der Alten- und Behindertenhilfe e.v.)

Pressemitteilungen 2015:

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23.8.2015 Fragwürdige Bewilligungspraxis der Kostenträger: VDAB setzt sich gegenüber DAK durch.

Unter anderem der Initiative des VDAB und seiner Beschwerde beim Bundesversicherungsamt ist es zu verdanken, dass Pflegebedürftige vorerst keinen Fragebogen der DAK-Gesundheit mehr ausfüllen müssen, bevor sie die von ihren Ärzten verordneten Leistungen auch erhalten. Nun führt die Krankenkasse einmal mehr den Beweis, einen sowohl unsachlichen als auch unkooperativen Stil zu pflegen. Wie ein Sprecher der Kasse mitteilte, sei der Umfang an Prüfungen mit Blick auf die steigenden Kosten bei häuslicher Krankenpflege auch weiterhin gerechtfertigt. Schuld daran dafür seien wohlmöglich die Pflegedienste.

Dazu Petra Schülke, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB): „Die Aussagen des Sprechers der DAK gehen soweit, implizit die Pflegedienste für die steigenden Kosten in der häuslichen Krankenpflege verantwortlich zu machen. Dass die Kasse mit diesem beleidigten Ablenkungsmanöver einen immensen Imageschaden unter anderem bei den Pflegediensten in Kauf nimmt, ist ein Unding.“ Diese Aussage zeige die von den Kostenträgern immer wieder angeheizte Misstrauenskampagne gegen die Professionelle Pflege. „Mit diesem  plumpen Angriff auf die vielen verantwortungsvoll arbeitenden ambulanten Dienste will die DAK nur  ihre rechtlich nicht haltbare Bewilligungspraxis übertünchen. Denn dass die DAK dadurch Versicherte um ihre medizinisch notwendigen Leistungen bringt, ist der eigentliche Skandal“, so Schülke.

Dass die Vorwürfe der Kasse nicht  haltbar sind, zeige der Blick auf die Fakten. Denn die steigenden Kosten bei der häuslichen Krankenpflege lassen sich keineswegs auf Manipulationen bei Leistungsabrechnungen zurückführen. „Alle Leistungen, die ein Arzt zur Sicherung seiner Behandlung verordnet, müssen von der Kasse genehmigt werden. Die rechtswidrige Praxis der DAK führt dazu, dass Versicherte immer wieder die Leistungen zu spät oder gar nicht erhalten. Es ist an der Zeit, dass sich die DAK überlegt, inwieweit sie mit ihrem Verhalten die Gesundheit ihrer Versicherten gefährdet und dadurch höhere Folgekosten in Kauf nimmt“, so Schülke.

Der VDAB vertritt bundesweit konsequent die Interessen der Unternehmen in der Privaten Professionellen Pflege. 

 

 

25.07.2015 Zwei unabhängige Studien bestätigen den VDAB: Ohne wirksame Änderung der Arbeits- und Rahmenbedingungen sind wir 2020 definitiv im Pflegenotstand.

In seiner „Charta der professionellen Pflege in Deutschland“ hat der VDAB die notwendigen Änderungen in den Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Einrichtungen und ihre Mitarbeiter aufgezeigt, damit auch in Zukunft, jeder, der professionelle Pflege braucht, sie auch bekommt. Die beiden nun vorgelegten Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann-Stiftung bestätigen den VDAB sowohl in Bezug auf die Dramatik der inzwischen eingetretenen Situation als auch im Hinblick auf die Zukunft.

Dazu Petra Schülke, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB): „Wir haben überhaupt kein Erkenntnisproblem. Die Studien bestätigen unsere Warnungen und damit das Handlungsproblem. Sie beschäftigen sich mit dem Fachkräftemangel heute und in Zukunft sowie mit den Lohnhöhen im Branchenvergleich wie er sich jetzt darstellt und in 2020, wenn nichts passiert. Genau da liegt die Crux. Indem die beiden Pflegestärkungsgesetze ihre Neuregelungen auf Leistungsausweitungen für die Pflegebedürftigen konzentrieren, vernachlässigt die Politik, die Weichen dafür zu stellen, damit es genügend Fachkräfte gibt, die die alten und neuen Leistungsversprechen einlösen  könnten. Da verstehe ich auch die Kassen und anderen Kostenträger nicht. Die Kassen haben den Sicherstellungsauftrag für die Pflege. Sie tun ebenso wenig etwas Konstruktives wie die Politik.“

Die IW-Studie benennt zum Stand September 2014, dass sowohl in der Kranken- wie auch in der Altenpflege auf 100 freie Stellen nur 38 Bewerber kommen. Damit gehöre die professionelle Pflege sogar zu den Top 3 von allem Berufen, die heute schon als sogenannte „Engpassberufe“ gelten. Darüber hinaus zeigt sie auf, dass mit Stand Dezember 2013 in der Altenpflege rund 70.000 Kräfte im Alter von 50 Jahren und älter arbeiten, die also in naher Zukunft ersetzt werden müssen, um allein den Stand der heutigen Versorgung, mit dem Stand der heutigen Zahl an Pflegebedürftigen, aufrecht zu erhalten. In der Krankenpflege (mit qualifiziertem Ausbildungsabschluss) sind dies sogar rund 175.000 Kräfte. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt auf, dass im Vergleich aller Wirtschaftszweige das Arbeitsvolumen in der Pflege überdurchschnittlich zunehmen, das durchschnittlich verfügbare Einkommen je Erwerbstätigen bis 2020 jedoch nur um 1.050 Euro steigen wird - und damit im Vergleich zum Durchschnitt weniger als die Hälfte (2.200 Euro).

Dazu Petra Schülke: „Die Liste der Mängel bei den Arbeits- und Rahmenbedingungen für professionelle Pflege ist nicht gerade kurz. Zu nennen sind unter anderem Fremdbestimmung im Beruf, eine verbreitete Misstrauenskultur durch Vielfachüberprüfung, die Art und Weise wie Prüfungen begründet und durchgeführt werden, die geringe Wertschätzung gegenüber der Pflege, die fehlenden Möglichkeiten zur aktiven Mitbestimmung der sie betreffenden Angelegenheiten sowie der mangelhafte Rechtsschutz vor Gerichten. Wenn dazu noch eine in der Perspektive völlig unattraktive Bezahlung kommt, dann muss sich jeder Verantwortliche fragen lassen, wann er endlich die Weichen in eine andere Richtung stellt. Dazu gehört ohne Wenn und Aber, die Einrichtungen mit den notwendigen Vergütungen auszustatten, damit  sie ihre Mitarbeiter so bezahlen können, dass sie im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsbereichen bestehen können. Die Formel ist einfach: Nur bessere Vergütungen führen zu besseren Löhnen. Andernfalls gewinnen wir keine neuen Pflegekräfte, die wir in Zukunft brauchen und verlieren vorhandenes Personal an andere Branchen.“

 

 

29.06.2015 VDAB: Bundesregierung „verkauft“ Katze im Sack

Bündnis für Altenpflege: „Geplantes Gesetz zur Pflegeausbildung führt zur Gefährdung der pflegerischen Versorgungsqualität“.

Das Bündnis für Altenpflege ist bestürzt: Die Bundesregierung will offensichtlich noch rasch in dieser Legislaturperiode die bisher drei separaten Pflegeausbildungen Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege zu einer einzigen verschmelzen – ohne überhaupt zu wissen, was die künftigen „Pflegefachmänner/Pflegefachfrauen“ eigentlich lernen sollen. Der Arbeitsentwurf eines Gesetzes zur Pflegeausbildung, den das Gesundheits- und das Familienministerium jetzt den Ländern vorgestellt haben, befasst sich erst gar nicht mit den Inhalten der neuen Ausbildung. Um diese Frage soll sich eine Fachkommission erst kümmern, wenn das Gesetz beschlossen ist. „Die Bundesregierung will den Abgeordneten also die „Katze im Sack“ verkaufen!“, sagt Peter Dürrmann, Sprecher des Bündnisses für Altenpflege. „Wenn das Parlament das Gesetz aber erstmal verabschiedet hat, kann es hinterher die Ausbildungsinhalte nicht mehr beeinflussen.“

Noch schwerer wiegt für das Bündnis, dass dieses Gesetz die Altenpflege faktisch abschaffen würde. Für die neue Ausbildung sind nämlich auch nur drei Jahre vorgesehen  –  so lange dauert jeder einzelne der jetzigen Ausbildungsgänge. „Das führt dann zwangsläufig zu verflachtem Wissen – und zwar einseitig zulasten der Altenhilfe“, so Dürrmann. Außerdem zeige jede Erfahrung mit der generalistischen Ausbildung, dass sich die meisten Fachkräfte nach dem Examen für die Krankenpflege entscheiden. „Die Altenpflege wird also nicht nur spezifisches Wissen, sondern auch Personal verlieren“, fasst Dürrmann zusammen. Aus Sicht der Bündnispartner wäre das für die Gesellschaft ein doppelter Verlust und darf angesichts der demografischen Entwicklung, dem explosionsartigen Anstieg von pflegebedürftigen alten Menschen und demenziellen Erkrankungen nicht hingenommen werden.

Neben der Tatsache, dass in der neuen Ausbildung auch die praktische Einsatzzeit der Auszubildenden in Altenpflegeeinrichtungen halbiert werden sollen, ist für das Bündnis zudem die vorgesehene Finanzierung der neuen einheitlichen Pflegeausbildung über einen komplizierten Umlagefonds nicht hinnehmbar. Dem Fonds sollen zukünftig sämtliche Schulkosten entnommen werden. Da diese (bisher) Ländersache sind, müsste unter anderem die Pflegeversicherung die neue Ausbildung quasi mitbezahlen. Dazu der Bündnissprecher: „Das ist Missbrauch der Pflegeversicherung. Sie muss ausschließlich den Leistungen für die pflegebedürftigen Menschen vorbehalten bleiben.“ Die ausbildungswilligen Pflegeeinrichtungen werden zudem einem erheblichen Bürokratieaufwand  ausgesetzt: Sie müssen Kooperationsverträge schließen, sind für die Schulplätze und alle Praxiseinsätze bis hin zu deren Finanzierung verantwortlich. Zu guter Letzt müssen sie das finanzielle Risiko tragen und sich an dem komplizierten Umlagefonds beteiligen.

Das Bündnis für Altenpflege tritt seit Jahren für die notwendige Weiterentwicklung der Altenpflege ein und wendet sich mit guten Argumenten gegen die Zusammenlegung der Pflegeberufe. „Altenpflege heißt Langzeitpflege und -begleitung. Das erfordert eine spezielle Ausbildung. Nur so können die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden“, sagt Dürrmann abschließend. Das geplante Gesetz zur Pflegeausbildung gefährdet aber ohne Not ein bewährtes System mit einer immer beliebteren Altenpflegeausbildung ohne Garantie für den benötigten Zuwachs an Pflegefachkräften durch die Ausbildungsreform.

 

 

21.5.2015 VDAB: Pflegekräfte müssen an der allgemeinen Lohnentwicklung endlich teilnehmen.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) zur Besoldung von Richtern und Staatsanwälten wirft auch ein Licht auf die Lohnentwicklung für Pflegekräfte in der Häuslichen Krankenpflege. Während Richtern und Staatsanwälten ein verfassungsrechtlicher Anspruch auf Teilnahme an der allgemeinen Lohnentwicklung zugestanden wird, werden die Pflegekräfte in der Häuslichen Krankenpflege durch die faktische Grundlohnsummenbindung gesetzlich von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt.

Dazu Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB: „Grundlage der Vergütungsverhandlungen in der Häuslichen Krankenpflege ist die Entwicklung der beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen je Mitglied (Grundlohnsumme). Dazu wird ein Durchschnitt aus den beitragspflichtigen Lohnerhöhungen der aktiven Kassenmitglieder und den Erhöhungen der beitragspflichtigen Renteneinkommen gebildet. Letztere liegen nach aller Erfahrung unter denen der aktiv Versicherten. Diese Differenz geht dann zu Lasten der Vergütungen der Pflegedienste und in der Folge zu Lasten ihrer Mitarbeiter. Denn die Kassen bestehen darauf, ihnen nur Vergütungssteigerungen in Höhe der Zunahme der Grundlohnsumme zuzugestehen, anstatt sich an der allgemeinen Einkommensentwicklung zu orientieren. Außer in Niedersachsen ist die Folge auch in anderen Bundesländern, dass die Pflegedienste ihren Mitarbeitern nur geringere Lohnerhöhungen bieten können als in anderen Wirtschaftszweigen. Das macht den Beruf inzwischen finanziell unattraktiv und in der Perspektive erst recht. Das Recht von Richtern und Staatsanwälten auf eine Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung muss auch für Pflegekräfte gelten. Anders ist es unmöglich, auch in Zukunft sicher zu stellen, dass derjenige, der Professionelle Pflege braucht, sie auch bekommt.“

Der VDAB verlangt daher, die Vorschrift in § 71, Abs. 2 SGB V zu reformieren. Die darin genannte Veränderungsrate müsse die Häusliche Krankenpflege ausdrücklich ausnehmen. Die jetzige Fassung habe immer wieder zu Missverständnissen und Rechtstreitigkeiten geführt, weil die Häusliche Krankenpflege zwar gar nicht als Adressat dieser Vorschrift genannt sei, die Kassenseite dies jedoch unterstelle. Knieling: „Für andere Bereiche des Gesundheitswesens werden durch Gesetz Einkommenssteigerungen weit über die Entwicklung der Grundlohnsumme hinaus beschlossen. Sonderzahlungen der Kassen in Milliardenhöhe gehen immer wieder an niedergelassene Ärzte und an die Kliniken. Was für den einen recht ist, muss für den anderen billig sein. Unsere Forderung geht aber lediglich dahin, für die Häusliche Krankpflege eine missverständliche Vorschrift neu zu fassen. Ziel muss es sein, dass die Einrichtungen die Möglichkeit haben, ihre Pflegekräfte an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben zu lassen. Darauf haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Einrichtungen ein Recht.“

 

 

VDAB zum Tag der Pflege: VDAB fordert die selbstverständlichen Rechte der Privaten Professionellen Pflege ein.

Die Mitarbeiter der Einrichtungen und ihre Inhaber sitzen in einem Boot. Die Arbeits- und Rahmenbedingungen, soweit sie von Kostenträgern und Prüfinstitutionen diktiert werden, bedürfen endlich einer Liberalisierung. Dann bleibt mehr Zeit für die Pflegebedürftigen und mehr Energie für neue Ideen. Die Freiheit von Bevormundung und Fremdbestimmung stärkt das Selbstbewusstsein der Pflegekräfte und ist eine wesentliche Grundlage für die Attraktivität des Berufes. Eine angemessene Vergütung der Leistungen sorgt für eine angemessene Entlohnung. Die Verantwortung dafür tragen Kostenträger und Politik gleichermaßen.

„Die Einrichtungen der Privaten Professionellen Pflege sorgen mit hohem täglichem Einsatz dafür, dass Pflegebedürftige in Deutschland trotz mangelhafter Arbeits- und Rahmenbedingungen gut versorgt sind. Sie verdienen daher, dass man ihre Rechte stärker anerkennt. Dazu gehört unter anderem, dass Pflegeunternehmer ihre Einrichtungen eigenverantwortlich führen können und sie mehr Gestaltungsfreiheit bekommen. Das bedeutet natürlich, dass Schluss sein muss mit überbordender Reglementierung. Das dient direkt dem Wohl der Pflegebedürftigen. Denn gerade die Einrichtungen des pflegerischen Mittelstands stehen mit ihrem Namen dafür ein, regional, individuell und verantwortungsvoll zu pflegen. Sie verdienen damit das Vertrauen, dass sie redlich handeln“, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Unabhängig vom Internationalen Tag der Pflege verdiene die professionelle Pflege eine kontinuierliche Wertschätzung – 365 Tage im Jahr. „Dazu gehört, dass die Pflegeunternehmer sich darauf verlassen können sollten, gleich behandelt zu werden. Dass ist im Vergleich zu Einrichtungen der Wohlfahrt Stand heute nicht der Fall. Die Einrichtungen brauchen ebenso die Sicherheit, dass die Wahrnehmung ihrer Rechte bei Streitigkeiten mit Kostenträgern nicht an der Länge von Sozialgerichtsverfahren scheitert und ein fairer Interessensausgleich zwischen Kassen und Einrichtungen möglich ist. Auch das ist bislang nicht so“, meint Knieling.

Pflege verdiene außerdem mehr Wertschätzung  - auch von Seiten der Politik. Die gesetzgeberische Realität zeichne jedoch häufig ein anderes Bild: "Bei dem Gesetz zur Hospiz- und Palliativversorgung zum Beispiel werden erneut Bestimmungen über die Köpfe der Professionellen Pflege hinweg gemacht. Daran misst der VDAB den Wert der lobenden Worte für die verantwortungsvolle Arbeit, die täglich für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen geleistet wird. Der VDAB fordert den Gesetzgeber auf, seinen lobenden Worten Taten folgen zu lassen und der Professionellen Pflege die Mitspracherechte einzuräumen, auf die sie ein selbstverständliches Recht hat - wie es andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen ebenfalls haben, zum Beispiel Ärzte. Erst das garantiert die dauerhafte Aufwertung der Pflege“, so Knieling.

Die Rechte der Einrichtungen müssten insgesamt mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Der VDAB hat mit Veröffentlichung der Charta der Professionellen Pflege in Deutschland im letzten Jahr einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Wir wollen damit sicherstellen, dass Pflege in Politik und Öffentlichkeit nicht nur aus Sicht der Pflegebedürftigen diskutiert wird, sondern verstärkt auch aus Sicht derjenigen, die dafür Sorge tragen, dass gute Pflege auch angeboten werden kann“, so Knieling.
 

 

Bundesbildungsbericht bestätigt starkes Engagement des VDAB für den Altenpflegeberuf

Im erst kürzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlichten Bundesbildungsbericht steht es schwarz auf weiß: die Altenpflegeausbildung ist ein Erfolgsmodell. Denn im Vergleich zu anderen Berufen des Gesundheitswesens ist hier die Steigerung der Schülerzahlen am höchsten. Die Politik ist angesichts dieser positiven Entwicklung aufgefordert, Abstand von den Plänen zur Abschaffung des Altenpflegeberufs zu nehmen. Der VDAB setzt sich seit Jahren stark und zuverlässig für den Erhalt und die Weiterentwicklung des spezialisierten Berufsstands ein.

„Die steigenden Ausbildungszahlen zeigen unter anderem, dass es die Einrichtungen immer besser schaffen, junge Menschen für den Beruf des Altenpflegers zu interessieren. Mit den Plänen für eine generalistische Pflegeausbildung ist die Bundesregierung gerade dabei, diese Entwicklung kaputt zu machen. Wir fordern die Verantwortlichen dringend dazu auf, dies zu überdenken“, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Die Zahlen des BMBF zeigen deutlich, dass sich Schüler insbesondere für den spezialisierten Altenpflegeberuf entscheiden. Mit einer generalistischen Pflegeausbildung würde diese Spezialisierung allerdings wegfallen. „Damit gehen dem Altenpflegeberuf wesentliche Argumente im Wettkampf um interessierte junge Menschen verloren: Die Pflegeausbildung, wie sie die Bundesregierung plant wird fachlich limitiert sein. Dabei bräuchten wir mit Blick auf Demenz und Multimorbidität im Alter eher mehr Fachkenntnis als weniger. Was ebenso schwer wiegt, ist, dass man den Interessierten die Möglichkeit nimmt, sich mit seinem Berufsstand zu identifizieren. Die Altenpflege ist kein Pflegeberuf wie jeder andere. Es ist die Arbeit für pflegebedürftige alte Menschen - ein sicherlich herausfordernder, aber ein ebenso erfüllender Beruf – für den sich junge Menschen bewusst und aus Überzeugung entscheiden“, so Knieling.

Aus Sicht der Privaten Professionellen Pflege sehe der VDAB die nach wie vor politisch protegierten Pläne für eine Generalistik daher mit Sorge. „Anstatt den Versuch zu unternehmen, den Altenpflegeberuf im Zuge einer Ausbildungsreform abzuschaffen, sollten die Verantwortlichen vielmehr dafür sorgen, dass Altenpflege unter besseren Arbeits- und Rahmenbedingungen möglich ist“, so Knieling.

Der VDAB engagiert sich seit langem für bessere Rahmen- und Arbeitsbedingungen für die professionelle Pflege. Daneben ist er auch Gründungsmitglied des Bündnisses für Altenpflege, dessen erklärtes Ziel es ist, den bestehenden Altenpflegeberuf zu erhalten. Außerdem unterstützt der VDAB mit mehreren eigenen Altenpflegeschulen an unterschiedlichen Standorten, die notwendige Weiterentwicklung des Berufsstands. „Denn nur ein spezialisierter Altenpflegeberuf stellt sicher, dass auch in Zukunft jeder, der Professionelle Pflege braucht, sie auch bekommt“, so Knieling.

 

 

VDAB zum Schiedsverfahren PTVA: GKV-Spitzenverband steuert die Pflegetransparenz in eine Sackgasse

In Sachen Pflegetransparenz gibt es kein Erkenntnisdefizit mehr. Das derzeitige System Pflegetransparenz ist ungeeignet. Zu diesem Ergebnis kam jeder unabhängige Sachverständige, der sich wissenschaftlich mit dem Transparenzsystem befasst hat und auch die Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist am Nullpunkt. Zu Recht, denn das System erfüllt seinen Zweck, Aussagen über die tatsächliche Pflegequalität zu treffen, nicht. Auch seitens der Politik ist nun klargestellt, dass die Pflegenoten in ihrer heutigen Form keinen Bestand haben werden. Trotzdem bricht der GKV-Spitzenverband gerade jetzt ein sinnloses Schiedsverfahren zur Anpassung der Pflege-Transparenzvereinbarung ambulant (PTVA) vom Zaun, dessen Ergebnisse weder nachhaltigen Bestand, noch tatsächliche Verbesserungen bringen werden.

„Man kann über so viel Uneinsichtigkeit nur den Kopf schütteln. Der GKV Spitzenverband ignoriert durch sein Vorgehen sowohl die derzeitigen Entwicklungen in der Politik als auch alle wissenschaftlichen und tatsächlichen Erkenntnisse zur Pflegetransparenz. Wie schon im Bereich der stationären Pflege setzen die Kassen auf reine Kosmetik“, so Petra Schülke, stellvertretende Bundesvorsitzende des VDAB und Unternehmerin in der ambulanten Pflege. Die Sinnlosigkeit eines Schiedsverfahrens und die Uneinsichtigkeit des GKV zeigten sich vor allem daran, dass nach dem Willen der Kassen die zuletzt vorgenommenen Anpassungen der Transparenzvereinbarung für den stationären Bereich auf den ambulanten Bereich übertragen werden sollen. „Das Ergebnis kann nur sein, dass die Transparenz auch nach dem Schiedsstellenverfahren ihren eigentlichen Zweck verfehlt. Ambulante Dienste werden stattdessen einen noch höheren Bürokratieaufwand für eine Transparenz erbringen müssen, die auch weiterhin ohne Aussagekraft sein wird“, so Schülke. Denn auch im ambulanten Bereich bewerte das bestehende System nur die Qualität der Dokumentation von Pflege, nicht aber das Pflegeergebnis. „Der GKV-Spitzenverband zwingt uns trotzdem sehenden Auges in dieses in jeder Hinsicht aussichtslose Verfahren“, so Schülke.

Dabei stehen die Zeichen klar auf einer grundlegenden Reform der Pflegetransparenz. Denn ab Anfang des kommenden Jahres soll nach den Plänen des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, die erste Stufe seiner Systemerneuerung bei der PTV über das Pflegestärkungsgesetz II wirksam werden.

„Diese gesetzlichen Regelungen fielen dann genau in den Zeitraum, in dem auch das Ergebnis des Schiedsstellenverfahrens praktisch zur Anwendung kommen könnte. Der Schiedsspruch könnte also obsolet werden, bevor er richtig umgesetzt wird. Die Pflegeselbstverwaltung hat dringendere Aufgaben zu erledigen, als vor der Schiedsstelle aufwändig über die  Kosmetik an einem ohnehin ungeeigneten System zu verhandeln. Diese Zeit wäre sicher in der Entwicklungsarbeit für ein neues Transparenzsystem besser investiert“, so Schülke abschließend.

 

Pflegetransparenzsystem: Laumann-Konzept fehlt es an der notwendigen Konsequenz.

Nach Ansicht des VDAB hat der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, mit dem nun vorliegenden Vorschlag für ein neues Pflegetransparenzsystem einen wichtigen Schritt getan. Trotzdem waren die Erwartungen deutlich höher. Denn angesichts des offensichtlichen Versagens des bestehenden Transparenzsystems wäre nur eine vollständige Abschaffung konsequent gewesen. In der langen Übergangszeit von zwei Jahren kann der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nun bestimmen, welche Teile des Qualitätsprüfberichtes gelesen werden sollen und welche nicht. Dass dieser jedoch nach wissenschaftlichen Maßstäben keine Aussage über Pflegequalität treffen kann, wird ignoriert.

„Insgesamt bietet der erste Schritt des Vorschlags von Herrn Laumann aus Sicht der Privaten Professionellen Pflege wenig Anlass zur Freude. Festzustellen ist, dass offenbar der Mut zu einem vollständigen Aussetzen der Pflegetransparenzvereinbarung (PTV) gefehlt hat. Stattdessen soll im Übergang anstelle der Noten eine Kurzzusammenfassung des Prüfberichtes erscheinen. Die Frage ist doch, welchen Aussagewert diese Zusammenfassungen haben können, denn Grundlage bleibt ein gescheitertes Transparenzsystem. Auf zwei Jahre ist somit für Verbraucher nichts getan“, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Kritisch sei zudem der an den GKV gerichtete Auftrag, die Ausgestaltung der vergleichbaren Zusammenfassungen der Prüfberichte auszuarbeiten. „Damit hat man den Kassen die Deutungshoheit über die Pflegequalität gegeben. Sie können nun endlich die aus ihrer Sicht sinnfälligen Schwerpunkte setzen. Dass diese sich aber in erster Linie dem Verständnis des Financiers von Pflegeleistungen unterordnen, nicht aber dem aus Verbrauchersicht Notwendigen, sollte klar sein“, so Knieling. Verbraucherinteressen blieben so auf der Strecke. Ebenso sei schon jetzt vorgezeichnet, dass es mit dem Anspruch, durch Kurzzusammenfassungen Vergleichbarkeit herzustellen, zu rechtlichen Problemen kommen werde. Der VDAB werde im Gesetzgebungsverfahren darauf drängen, dass die Einrichtungen die Möglichkeit haben, sich unmittelbar gegen falsche Prüffeststellungen zur Wehr zu setzen. Die lange Dauer von Widerspruchsverfahren an Sozialgerichten sei sonst wettbewerbsschädigend. Dies sei ein Gebot der Fairness.

„Für die Einrichtungen könnten die Kurzzusammenfassungen zu weiteren bürokratischen Belastungen und womöglich, je nachdem wie die Kurzzusammenfassungen am Ende aussehen, sogar zu einem wirtschaftlichen Nachteil führen“, so Knieling. Der VDAB setze sich zuverlässig dafür ein, dass sich vor allem beim pflegerischen Mittelstand die zusätzliche Bürokratie in der Übergangszeit in Grenzen halten wird.

Mit der von Laumann als zweiten Schritt definierten Perspektive allerdings könne sich der VDAB weitestgehend identifizieren. So sei positiv, dass die Vertreter der Pflegeeinrichtungen gegen alle Androhungen im Vorfeld der Veröffentlichung auch weiter ein Stimmrecht besitzen werden. „Wir halten es außerdem für den richtigen Ansatz, das neue System auf ein solides wissenschaftliches Fundament zu stellen. Wir haben bereits durch unser 2011 veröffentlichtes Bonato-Konzept wertvolle Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Bereich vorliegen und werden uns daher aktiv einbringen. Die konsequente Wahrung wissenschaftlicher Standards wird im Pflegequalitätsausschuss unsere vorrangige Aufgabe sein“, so Knieling.

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

 

Bei der Altenpflege-Messe in Nürnberg stellt der VDAB die Rechte des pflegerischen Mittelstands in den Vordergrund.

Vom 24. Bis 26. März macht sich der VDAB bei der Leitmesse der Altenpflegebranche, die „Altenpflege“ in Nürnberg, für die Rechte der Einrichtungen der Privaten Professionellen Pflege stark. Ziel muss es nach Ansicht des VDAB sein, dass gerade in diesen für die Pflegebranche politisch bewegten Zeiten diese Rechte in Politik und Öffentlichkeit verstärkt Beachtung finden.

„Für die professionelle Pflege stehen große Veränderungen an. Mit der ersten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes ist bereits vieles in Bewegung. Durch massive Leistungsausweitungen wurden hier in erster Linie Verbesserungen für Pflegebedürftige erzielt. Für die zweite Stufe der Reform erwarten wir, dass Verbesserungen für diejenigen, die diese Leistungen erbringen in den Fokus kommen. Es ist zudem wichtig, dass bei all diesen Umwälzungen die Rechte der Einrichtungen der Privaten Professionellen Pflege gestärkt werden. Wir wollen die politisch Verantwortlichen daran erinnern, was notwendig ist, zu beachten, damit auch in Zukunft jeder der professionelle Pflege braucht, diese auch bekommen kann. Dazu gehört für uns, dass Pflegeunternehmer weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sein können und sie ihren Mut zur Veränderung beibehalten. Sie brauchen die Freiheiten, Pflege in eigener Verantwortung zu gestalten“, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Die Altenpflegemesse sei eine gute Gelegenheit, mit vielen Vertretern der Pflegebranche ins Gespräch zu kommen und für mehr Wertschätzung und Anerkennung für den pflegerischen Mittelstand zu werben. „Leider ist die öffentliche Diskussion über Pflege in Deutschland von einem tiefen Misstrauen gegenüber Einrichtungen der Privaten Professionellen Pflege geprägt. Dass die Nachfrage nach deren Leistungen aber demgegenüber steigt, wie die Ergebnisse der jüngst veröffentlichen Pflegestatistik zeigen, macht deutlich, dass bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen die Anerkennung für diese Einrichtungen hoch ist. Die Private Professionelle Pflege verdient sich das Vertrauen durch die verantwortungsvolle tägliche Arbeit. Es ist an der Zeit, dass dies sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung niederschlägt. Wir fordern die Politik dazu auf, auch einmal das Wort für die Einrichtungen zu ergreifen“, so Knieling.

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

 

 

Die professionelle Pflege verdient eine in sich stimmige Pflegepolitik.

Der VDAB unterstützt die Forderung von Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe nach einer höheren Bezahlung von Pflegekräften. Denn damit würde ein Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert. Der Verband ist sich mit dem Minister einig, dass dies notwendig ist, damit sich mehr Menschen für den Pflegeberuf entscheiden und der Abwanderung aus dem Beruf Einhalt geboten wird. Der VDAB fordert in diesem Zusammenhang dazu auf, Widersprüche in der Pflegepolitik zu korrigieren. Nur so ist es möglich, dass jeder, der professionelle Pflege braucht, diese auch in Zukunft bekommt.

„Bessere Bezahlung ist ein prominent diskutierter Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen für professionelle Pflege. Damit geht aber auch einher, dass die Fachkräfte ihre Kompetenzen auch selbstständig einsetzen können. Auch hier braucht es klare Worte aus der Politik. Mehr alte Menschen bedeutet eine Zunahme an Multimorbidität  bei Pflegebedürftigen. Deshalb ist es wichtig, dass Pflege als eigenständiger Leistungsbereich auch Anerkennung bekommt “, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Des Weiteren würde die Zunahme an Demenzerkrankungen bei Pflegebedürftigen auch eine höhere Spezialisierung erforderlich machen. Mit der geplanten Generalisierung des Pflegeberufs schlägt die Bundesregierung aber einen gegenteiligen Kurs ein. „Damit beweisen die Verantwortlichen, wie wenig man politisch bereit ist, die eigentlichen Probleme auch anzugehen. Über Jahrzehnte erworbene Fachkompetenz und Spezialisierung werden über den Haufen geworfen. Im Ergebnis demotiviert man so die Altenpflegefachkräfte und schadet dem Ansehen des Berufstands“, so Knieling.

Die Attraktivität der Altenpflege ließe sich nur über umfassend verbesserte Arbeits- und Rahmenbedingungen ermöglichen. „Dazu zählen die tägliche Belastung durch Bürokratie, die Einschränkung von Eigenverantwortung und Fachlichkeit sowie fehlende gesellschaftliche Wertschätzung. Solange diese Punkte nicht nachhaltig angegangen werden, solange bleibt die Forderung nach einem höheren Ansehen der Altenpflege durch fairere Bezahlung eine Beschwichtigungsmaßnahme, um dem zunehmenden Unmut in der Branche zu begegnen“, so Knieling.

Zudem sei es verwunderlich, dass Minister Gröhe auf der einen Seite den Ausbau von Angeboten der Laienpflege sowie niedrigschwelliger Pflegeleistungen als eine Schlüsselmaßnahme zur Lösung des zukünftigen Versorgungsproblems präsentiere und auf der anderen Seite für die Pflege selbst höhere Attraktivitätsanreize einfordere. „Das eine zu tun und das andere zu fordern, ist das Gegenteil einer stimmigen Pflegepolitik. Diese ist aber notwendig, um die Herausforderungen gemeinsam nachhaltig angehen zu können“, so Knieling.

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

 

 

Die professionelle Pflege verdient eine in sich stimmige Pflegepolitik.

Der VDAB unterstützt die Forderung von Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe nach einer höheren Bezahlung von Pflegekräften. Denn damit würde ein Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert. Der Verband ist sich mit dem Minister einig, dass dies notwendig ist, damit sich mehr Menschen für den Pflegeberuf entscheiden und der Abwanderung aus dem Beruf Einhalt geboten wird. Der VDAB fordert in diesem Zusammenhang dazu auf, Widersprüche in der Pflegepolitik zu korrigieren. Nur so ist es möglich, dass jeder, der professionelle Pflege braucht, diese auch in Zukunft bekommt.

„Bessere Bezahlung ist ein prominent diskutierter Teilbereich der Arbeits- und Rahmenbedingungen für professionelle Pflege. Damit geht aber auch einher, dass die Fachkräfte ihre Kompetenzen auch selbstständig einsetzen können. Auch hier braucht es klare Worte aus der Politik. Mehr alte Menschen bedeutet eine Zunahme an Multimorbidität  bei Pflegebedürftigen. Deshalb ist es wichtig, dass Pflege als eigenständiger Leistungsbereich auch Anerkennung bekommt “, so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Des Weiteren würde die Zunahme an Demenzerkrankungen bei Pflegebedürftigen auch eine höhere Spezialisierung erforderlich machen. Mit der geplanten Generalisierung des Pflegeberufs schlägt die Bundesregierung aber einen gegenteiligen Kurs ein. „Damit beweisen die Verantwortlichen, wie wenig man politisch bereit ist, die eigentlichen Probleme auch anzugehen. Über Jahrzehnte erworbene Fachkompetenz und Spezialisierung werden über den Haufen geworfen. Im Ergebnis demotiviert man so die Altenpflegefachkräfte und schadet dem Ansehen des Berufstands“, so Knieling.

Die Attraktivität der Altenpflege ließe sich nur über umfassend verbesserte Arbeits- und Rahmenbedingungen ermöglichen. „Dazu zählen die tägliche Belastung durch Bürokratie, die Einschränkung von Eigenverantwortung und Fachlichkeit sowie fehlende gesellschaftliche Wertschätzung. Solange diese Punkte nicht nachhaltig angegangen werden, solange bleibt die Forderung nach einem höheren Ansehen der Altenpflege durch fairere Bezahlung eine Beschwichtigungsmaßnahme, um dem zunehmenden Unmut in der Branche zu begegnen“, so Knieling.

Zudem sei es verwunderlich, dass Minister Gröhe auf der einen Seite den Ausbau von Angeboten der Laienpflege sowie niedrigschwelliger Pflegeleistungen als eine Schlüsselmaßnahme zur Lösung des zukünftigen Versorgungsproblems präsentiere und auf der anderen Seite für die Pflege selbst höhere Attraktivitätsanreize einfordere. „Das eine zu tun und das andere zu fordern, ist das Gegenteil einer stimmigen Pflegepolitik. Diese ist aber notwendig, um die Herausforderungen gemeinsam nachhaltig angehen zu können“, so Knieling.

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VDAB zu den Pflegenoten: Wenn ein Schiff in die falsche Richtung fährt, muss man es stoppen.

Der VDAB begrüßt die anhaltende Diskussion um die Pflegenoten. Neu sind die diskutierten Mängel allerdings nicht. Denn dass die Pflegenoten nur die Qualität der Dokumentation wiedergibt anstatt die Qualität der Pflege, ist seit 2010 wissenschaftlich mehrfach belegt. Dass bislang ein grundlegender Kurswechsel ausgeblieben ist, hat hauptsächlich die Kassenseite aber auch die Prüfinstitutionen sowie die Politik selbst zu verantworten. Damit tragen sie auch die Verantwortung für eine kostspielige Desinformation der Bevölkerung, für Geldverschwendung und dafür, dass sich die Pflegekräfte mehr um die „Schreibe“ kümmern müssen als um die Pflege.

„Allein in 2010 sind fünf Gutachten erstellt worden, die im Kern alle dasselbe aussagen. Exemplarisch kann hierfür Prof. Brühl, Vallendar in einer Pressemeldung des MDK Rheinland-Pfalz zitiert werden. Dort sagt er, die Pflegenoten könnten aufgrund der methodischen Mängel des Verfahrens nicht die tatsächliche Qualität der Einrichtung widerspiegeln. Das war für den VDAB Anlass, schon in 2010 eine Alternative zum jetzigen Prüfsystem zu erarbeiten. Das Bonato-Konzept baut auf den Prüfsystemen in den Akutkliniken und Reha-Kliniken auf und ist zugleich ein wichtiges Instrument der internen Qualitätssicherung. Das haben wir, als VDAB, allen Vertragspartnern zur Verfügung gestellt. Leider haben Kassen und Prüfinstitutionen und die Politik es vorgezogen, weiter mit Volldampf in die falsche Richtung zu fahren", so Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB.

Der VDAB betont, dass das jetzige System von Anfang an die wesentliche Vorgabe im Gesetz verletzt habe, nämlich das zu messen, was an Pflegequalität beim Versicherten ankommt. Die Überarbeitung des Prüfsystems für die stationäre Versorgung in 2013 habe daran nichts geändert. Vielmehr ist es so, dass aktuell Verhandlungen stattfinden, wie die Prüfungen in der ambulanten Versorgung an das verkorkste System noch enger angepasst werden könnten.

Knieling: „Staatssekretär Laumann hat vor dem Jahreswechsel gefordert, die Veröffentlichung der jetzigen Transparenz-Prüfungen auszusetzen. Das unterstützt der VDAB mit Nachdruck. Er bietet zugleich seine Mitarbeit an einem Prüf- und Transparenzsystem an, bei dem die Pflegeergebnisse im Vordergrund stehen. Dazu müssen allerdings die Macht der Kassen und die Macht der Prüfinstitutionen beschnitten werden. In Zukunft darf es nur noch kassenunabhängige Prüfungen geben. Das sollte im Gesetz stehen. Das Nähere zu regeln sollte wiederum der Selbstverwaltung überlassen bleiben.“

Der VDAB ist einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands. Er versteht sich als bundesweiter Interessenverband für private, professionelle Pflegeeinrichtungen.

 

 

 

Fußnote: Das Landhaus am Weinberg ist ein klassisches Altenpflegeheim oder auch zu sagen ein Seniorenheim. Dem schlechten Image zum trotz versuchte man mit der Begrifflage Seniorenresidenz den Begriff Seniorenheim abzulösen. Es scheint auch besser bei Besuchern und Menschen anzukommen, wenn ein Pflegeheim/ Seniorenheim sich als Residenz bezeichnet und letztlich entscheidet eher der alte Mensch über die Qualität des Hauses. Familie Scheuermann, von der Bereits die 2. Generation die Gestaltung und die Abläufe mit übernommen hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht ein Heim für Senioren zu gestalten was mehr an ein Hotel als ein Pflegeheim im klassischen Sinne erinnern soll.